Kinderapps

Apps gibt es wie Sand am Meer, täglich werden es mehr, auch die Betitelung Apps für Kinder fällt in diversen Zusammenhängen. Eine wirkliche Einstufung, wann man von einer sinnvollen App für Kinder sprechen kann, gibt es in meinen Augen nicht. Ich persönlich halte mich größtenteils bei der Vorstellung der Apps auf den Blog an folgende Kriterien.

 

  • Passt die App in meine Zielgruppe? Darunter fallen Apps für Kleinkind (0-3 Jahre), Kindergartenkind (3-6 Jahre), Grundschulkind (6-10 Jahre) und ältere Kinder (10-16 Jahre).

 

  • kostenlos, kostenpflichtig oder Freemium? Im Regelfall sind sinnvolle Apps für Kinder einmalig kostenpflichtig und man erhält ein vollwertiges Programm / App. Leider ist dies nicht immer der Fall und gerade kostenlos angebotene Apps werden gerne mal durch zahlreiche Werbebanner in der App refinanziert. In meinen Augen ist dieses Vorgehen in einer sinnvollen Kinderapp absolut Fehl am Platz, den zum einen drücken die Kinder eher unfreiwillig auf die Werbebanner und verlieren durch den Aufruf einer Werbeseite schneller das Interesse an der eigentlichen App. Eine Mittellösung sind die sog. Freemium Modelle, die man auch kritisch gerade bei Kinderapps betrachten sollte. Das vollwertige Programm wird zwar kostenlos angeboten, doch durch die sog. In-App Käufe können bzw. müssen weitere Gegenstände käuflich erworben werden. Im Regelfall sind Kinder dieser kommerziellen Masche meist hilflos ausgeliefert und es können enorm hohe Kosten entstehen.

 

  • Benutzerfreundlichkeit: Ebenfalls ein sehr wichtiges Kriterium ist die kinderfreundliche Benutzung der App. Kann das Kind eigenständig die App bedienen, findet es sich mit den gestellten Aufgaben zu Recht und ist alles schön übersichtlich gestaltet und für das Kind einfach zu erreichen. Negativ zu erwähnen sind an dieser Stelle Apps die mit Facebook oder anderweitigen Sozialen Netzwerk Buttons in einer Kinderapp werben und es so dem Kind erschweren sich eigenständig in der App zu bewegen. Ebenfalls wichtig sind die Hauptbestandteile einer erfolgreichen Kinderapp wie der Start, Vor- und Zurückknopf sowie der Weg zurück ins Hauptmenü, der durch klar strukturierte Symbole die in einer kindgerechten Größe dargestellt werden.

 

  • Lernen mit Spiel und Spaß: Ein wirklich sinnvolle App für Kinder sollte beides beinhalten. Zum einen soll den Kindern ein gewisser Lernerfolg vermittelt werden, zum anderen sollte dies auf motivierende und unterhaltsame Art und Weise erfolgen. Idealerweise lassen sich die Aufgaben und der Schwierigkeitsgrad von den Kindern frei wählen und es herrscht kein Zeit- oder Punktedruck. So können die Kinder selbst das Arbeitstempo bestimmen und erlernen auf ihre persönlichen Bedürfnissen zugeschnittene Fähigkeiten und Kenntnisse. Handelt es sich um Aufgaben die falsch zu beantworten sind, ist es sehr von Vorteil wenn die App auf kindgerechte Weise auf den Fehler des Kindes eingeht und ihm die richtige Lösung aufzeigt.

 

  • Der Faktor Kind– meine Tochter: Wenn die App die o.g. Kriterien erfüllt handelt es sich im Regelfall in meinen Augen um eine sinnvolle und pädagogisch wertvolle Kinderapp. Den entscheidenden Unterschied zwischen all den Apps liefert mir jetzt nur noch die Zielperson selbst, nämlich meine Tochter. Es ist erstaunlich zu sehen, dass zwischen den in meinen Augen sämtlichen sinnvollen Apps, durch meine Tochter nochmal ordentlich differenziert wird. Es gibt Apps die werden monatlich gestartet, andererseits gibt es Apps die würde sich gerne täglich konsumieren. Besonders hoch im Kurs stehen hier die Apps bei denen sämtliche Sinne angesprochen werden und ein gewisses Maß an Kreativität, Individualität bzw. Einzigartigkeit zulassen.